So planen Sie mit Ihrer Gemeinde: das Harvard Konzept

Interessen ausgleichen ist meist mit einem hohen Maß an Geduld, Debatten und Absprachen verbunden und führt im schlimmsten Fall zu einer totalen Aufgabe eines gemeinsamen Projekts. Um ein solches Risiko zu vermeiden, gilt es Interessen eindeutig zu definieren und trotzdem einen guten Ton im Umgang mit konfligierenden Interessen zu wahren.

Gemeinschaft heute

Das so genannte Harvard-Konzept beschäftigt sich mit der Frage, wie Verhandlungen erfolgreich und fair gestaltet werden können und es zielt auf eine Win-Win-Situation der streitenden Parteien ab.


Dazu befolgt das Harvard-Konzept im wesentlichen 4 Prinzipien:


1. Verhandlungsebenen identifizieren und voneinander trennen


Gerade bei der Planung einer gemeinsamen Investition im Gemeinderat können Temperamente aufeinandertreffen, welche auf der persönlichen Ebene nicht zu einer Lösung gelangen werden. Hier gilt es entweder aus eigenem Interesse oder mithilfe eines Mediators die persönliche von der Sachebene zu trennen!


2. Konkrete Interessenermittlung


Wenn auf Sachebene diskutiert wird, ist es wichtig die Interessen genau zu benennen. Das reine Verneinen oder Zustimmen bei Investitionsfragen führt zwar über die Anwendung einer Mehrheitsregel zu einer einfachen Lösung, jedoch kann man mit grober Interessensformulierung keine Feinheiten planen. Von daher ist es sinnvoll, zum Beispiel Listen zu erstellen mit Überschneidungspunkten und Gegensätzen in den Interessen.


3. Kompromisse und gemeinsame Optionen ausarbeiten


Anhand konkreter Interessensformulierung lassen sich die Stellschrauben der Verhandlung identifizieren. Hier gilt es die Diskussion gut zu führen: zu der besten Lösung gelangt man nur, wenn nicht nur eine Ultimatum-Lösung herausgearbeitet wird, sondern es viele elaborierte Optionen gibt, aus denen die konfligierenden Parteien dann die für sie beste auswählen können. Durch das Abwägen und Verfeinern von Optionen ist es möglich alle besser zu stellen.


4. Fairness in der Verhandlung


Gerade auf der sachlichen Ebene ist es wichtig jede Meinung als valide anzuerkennen, denn man entscheidet in der Gemeinde gemeinsam. Neben rechtlichen Regelungen ist es entscheidend, dass es einen Gesprächskodex und respektvolle Umgangsformen gibt. Denn nur so lassen sich die Optionen im 3. Schritt verfeinern.


Wir stehen Ihnen gerne beratend bei einem kommunalen Entscheidungsprozess zur Seite und bieten Ihnen mithilfe unserer anschaulichen Analysesoftware die Möglichkeit die Notwendigkeit bestimmter Investitionsvorhaben aus energetischer Sicht abzuwägen.

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